Ohne uns Menschen als lebendige Steine, ist die schönste Kirche nur eine Ansammlung toter Steine.:Immobilien im Sponheimer Land

Der Verwaltungsrat der Kirchengemeinde Sponheimer Land trägt die Verantwortung für die Finanzen und die Immobilien in unserer Pfarrei. Die Kirchen und Pfarrheime stellen durch ihre Größe, Alter oder Bauweise eine besondere Herausforderung dar.
Auch wenn der Vergleich mit einem Privathaus nicht in allen Bereichen möglich ist - Parallelen gibt es einige. Hier wie dort gibt es immer kleinere und größere Reparaturarbeiten. Aus aktuellem Anlass seien hier die Heizungsanlagen in mehreren Orten erwähnt, denn einige Systeme sind in die Jahre gekommen und die Störungen nehmen zu. Außerdem ist es ja auch so, dass man in jungen Jahren oft weiträumiger denkt und baut, während man im Alter die Größe eher als Last empfindet.
Das Hildegardishaus in Waldböckelheim (mit Schwesternhaus und Hahnsches Haus) können wir als Kirchengemeinde schon seit vielen Jahren nicht mehr finanziell stemmen. Daher hat der Verwaltungsrat nach langjährigen Vorgesprächen zum 01. Jan. 2026 mit der Ortsgemeinde Waldböckelheim für das Gebäudeensemble einen Leihvertrag geschlossen. Dadurch kann dort weiterhin die Katholische KiTa betrieben werden und die Proben des Kirchenchors können stattfinden. Mag der Neubau einer KiTa in Waldböckelheim auch noch einige Jahre dauern, so gilt es jetzt schon den Blick auf die Zukunft dieses Areals zu werfen. Wir werden nicht umhin zu kommen, uns davon zu trennen.
Mit der Klosterkirche in Sponheim und den Resten des ehemaligen Klosters haben wir einen besonderen Schatz in unserer Pfarrei. Wind und Wetter nagen indes am Sandstein und rütteln an der Schiefereindeckung. Neben all dem, was in den letzten Jahren dort bereits geschehen ist, gibt es noch viel Potential und Notwendigkeit, um die Klosteranlage als Denkmal, Pilgerstation, Kulturstätte, Begegnungsraum und nicht zuletzt als Kirche und Gottesdienstort zu erhalten und weiterzuentwickeln. Der Förderverein Klosterkirche Sponheim unterstützt uns dabei mit großen Geldsummen und ungezählten Stunden ehrenamtlichen Engagements. Um die Kirchengemeinde weiter zu entlasten hat der Förderverein angeboten, die laufenden Unterhaltungskosten für das Pfarrhaus und dessen Verwaltung zu übernehmen. Eine dazu notwendige vertragliche Vereinbarung wird zusammen mit den zuständigen Stellen im bischöflichen Generalvikariat ausgearbeitet.
An dieser Stelle sei allen, die sich um Erhalt und Unterhalt unserer Kirchen und Pfarrheime mühen und diese vor allem mit Leben erfüllen, ein herzlicher Dank gesagt.
